Gemeindesprecherin Maria Heinemann verstorben
Maria Heinemann, langjährige Gemeindesprecherin in Iserlohn, ist am 18.12.25 verstorben – zwei Wochen vor ihrem 91. Geburtstag.
Fast bis zuletzt konnte sie in ihrer schönen Wohnung leben, so wie es ihr Wunsch war.
In der Iserlohner Gemeinde war sie sehr aktiv. Regelmäßig hat sie die Gottesdienste besucht, früher hat sie die Abkündigungen am Ende der Gottesdienste gebärdet und bis zuletzt die Kollekten gezählt. Und wenn ihr der Betrag zu „krumm“ war, dann stockte sie sie bis zu einer runden Summe auf. Auch an Gottesdiensten und Treffen in Hagen und Unna nahm sie gern teil. Und auch übergemeindlich engagierte sie sich – durch ihre Teilnahme an Gemeindesprecherversammlungen und Kirchentagen der westfälischen Gehörlosenseelsorge.
Seitdem sie nicht mehr selbst Auto fuhr, war sie mit ihrer Pfarrerin unterwegs – zu Gottesdiensten, Geburtstagskindern, zu einsamen, kranken und alten Menschen.
Wie gut, dass sie im Januar 2025 bei einer Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz ihre eigene traurige Geschichte während des Nationalsozialismus Schülern, Eltern und Lehrern nahe bringen konnte.
„Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen.“ Diese Worte von Albert Schweitzer haben wir für die Traueranzeige ausgewählt. Und im Trauergottesdienst am 12.01. waren sie Grundlage für die Predigt. Ja, Maria Heinemann hat ein Denkmal in den Herzen vieler Menschen. Ihr freundliches, zugewandtes Wesen vergessen wir nicht. Und andere Menschen hatten ein Denkmal auch in ihrem Herzen. Sie lagen ihr am Herzen, die Menschen – die Lebenden, aber auch die Verstorbenen. Von Fotos ihrer Lieben war sie in ihrer Wohnung umgeben, und wie gern hat sie diese Fotos immer wieder gezeigt.
Ein Denkmal im Herzen ihrer Mitmenschen hatte sie. Vor allem hat Maria Heinemann auch ein Denkmal im Herzen Gottes. Gott vergisst sie nicht. So wie er sie im Leben nicht vergessen hat, so vergisst er sie auch im Tod nicht. Dafür bürgt sein Sohn Jesus Christus, der den Tod besiegt hat. Damit wir wissen, dass auch für uns das Leben stärker ist als der Tod. In diesem Glauben haben wir Abschied von Ria genommen.