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Gehörlosenseelsorge in der Evangelischen Kirche von Westfalen

11.07.2026

Mitarbeit von Gehörlosen in der katholischen Kirche

Interview mit Schwester Judith

wo arbeiten Gehörlose in der katholischen Kirche ehrenamtlich mit? Im Erzbistum Paderborn gibt es jetzt fünf Vereine für katholische gehörlose Menschen.
Vier Vereine sind besonders aktiv. Sie machen viele Angebote.
Sie helfen, das Leben in der Kirche für Gehörlose zu gestalten und schöner zu machen.
Viele Menschen arbeiten in diesen Vereinen freiwillig mit. Sie helfen und unterstützen.
Sie machen Veranstaltungen für taube Menschen.
Ein wichtiger Treffpunkt für die Gemeinschaft ist das Libori-Fest in Paderborn.
Viele gehörlose Menschen machen beim Fest mit. So wird die Kirche offen für alle Menschen.
Alle können Kirche erleben.
Was ist deine Aufgabe als Hauptamtliche im Erzbistum?
Ich heiße Schwester Judith Beule und gehöre zum Orden SMMP (Gesellschaft Mariens).
Seit 2022 arbeite ich im Erzbistum Paderborn. Ich bin seit fast 2 Jahren in Paderborn.
Als Hauptamtliche in der Gehörlosenseelsorge helfe ich tauben und taubblinden Menschen im ganzen Erzbistum.
Sie können immer zu mir kommen.
Ich habe viele verschiedene Aufgaben.
Ich helfe Menschen, wenn sie die Sakramente in der Kirche empfangen möchten. Ein Beispiel für ein Sakrament ist die Taufvorbereitung.
Ich gestalte Wortgottesdienste. Das sind Gottesdienste mit Gebet und Lesung aus der Bibel.
Ich begleite Menschen in schwierigen Situationen. Zum Beispiel:

- Ich spreche mit Menschen, die traurig sind.
- Ich begleite Beerdigungen.
- Ich höre zu und spende Trost.
Ich plane und organisiere auch verschiedene Veranstaltungen. Ich mache Angebote, bei denen Menschen etwas lernen.
Ein besonderes Projekt ist der neue Gebärdenchor. Viele Menschen machen gerne mit.
Ein Projekt ist auch die “Nacht der Lichter”. Dies ist ein ökumenisches Angebot.
Weitere Angebote und die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche sollen ausgebaut werden.
Ich helfe auch anderen Mitarbeitenden in der Kirche. Sie sollen ihre Angebote für Gehörlose besser machen. Zum Beispiel mit Gebärdensprach-Dolmetschern.
Ich spreche auch für gehörlose Menschen in der katholischen Kirche bei der Deutschen Bischofskonferenz.
Das ist ein Treffen vieler Bischöfe, die wichtige Entscheidungen für die Kirche in Deutschland treffen.
Gibt es andere Hauptamtliche in der katholischen Kirche, die ebenfalls taub sind?
Im ganzen Erzbistum Paderborn bin ich die einzige taube hauptamtliche Mitarbeiterin in der katholischen Kirche.
Aber in anderen Städten in Deutschland gibt es jetzt auch taube hauptamtliche Mitarbeitende.
Zum Beispiel im Bistum Trier oder im Bistum Eichstätt. Das ist ein schönes Zeichen.
Taube Mitarbeitende kennen die Lebenswelt gehörloser Menschen besonders gut.
Sie können helfen und verstehen die besonderen Bedürfnisse. So gibt es mehr Teilhabe und Inklusion in der Kirche.

Kirche ist Gemeinschaft.
Alle verstehen und helfen sich gegenseitig. Die Gehörlosenseelsorge sorgt dafür, dass alle Menschen einen Platz in der Kirche finden. So erleben wir gemeinsam unseren Glauben.

(Barbara Plümer-Hohenstein/Schwester Judith)